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Dienstag, 9. November 2010

Aromapflege Praxiserfahrungen pur: Arhama-Salbe - Pflege- und Wundsalbe mit Leinöl und Bienenwachs - Teil II

Weiter geht es mit den Praxiserfahrungen zur Bombastus Arhama Salbe.

Als nächstes sehen wir uns die Wirkung als Zugsalbe näher an.

Wir haben in den vielen Jahrzehnten der praktischen Anwendung feststellen können, dass diese Salbe, ca. 2-3 mm dick auf Leinwand/Baumwolle oder ES-Kompressen aufgetragen und für 24 Stunden als Auflage belassen, eine sehr starke Zugwirkung hat.

Es folgen ein paar Fallbeispiele in der Anwendung.

Wir haben z.B. bei Panaritien mit einer Alkohol-Mischung/äther. Öle (Bombastus Original Sedative Essenz) desinfiziert und danach die Bombastus Arhama-Salbe mit Hautpflaster oder Folienverband fixiert.
Die Schmerzlinderung tritt i.d.R. nach spätestens 15 min. ein. Dies wird 1 x in 24 Std. erneuert - solange, bis die Entzündung abgeklungen ist. Die Patienten sind mit diesem Verlauf immer sehr zufrieden.

Das nächste Fallbeispiel ist ein Nackenabszess, bedingt durch eine Follikulitis. In diesem Bereich war nach der Lokalantiseptik die Bomb. Arhama-Salbe mit Folie als Auflage aufgetragen worden. Und im Laufe des Tages entleerte sich der Abszess und konnte weiter ausgeheilt werden.


Im klinischen Bereich arbeiten wir auch mit modernen Wundfolien und der Arhama-Salbe, so dass man darüber waschen oder duschen kann, usw. - in diesem Fall sehr hilfreich, so konnte der Patient seine Haarwäsche durchführen.

Die Bilder sind im Abstand von 1 Tag.

An dieser Bilderfolge sieht man sehr schön, wie die Rötung zurückgegangen ist und sich zentriert hat. Der Abszess hat sich durch die Zugsalbe spontan entleert und das umliegende Gewebe sieht weniger gerötet aus.

Sonntag, 31. Oktober 2010

Aromapflege Praxiserfahrungen pur: Arhama-Salbe - Pflege- und Wundsalbe mit Leinöl und Bienenwachs - Teil I

Diese Praxisreihe: "Aromapflege Praxiserfahrungen pur" - stellt verschiedene Aromapflege-Mischungen vor, die von Pflegenden entwickelt worden sind oder als Fertigprodukte zur Verfügung stehen und sich in der langjährigen Aromapflegepraxis bewährt haben. Die Rezepturen oder Mischungen werden vorgestellt und an Hand von Praxisbeispielen erklärt.

Einziges Ziel ist es - praktisches Erfahrungswissen von Fachkräften an Fachkräfte weiterzugeben. Es sind keine Therapieanweisungen und stellt keine Werbung für Firmen dar. Wer detaillierteres Wissen zu den einzelnen Produkten, Rezepturen haben möchte, kann dies auf der Website selber, im Login-Bereich, kostenlos einsehen.

Die Reihe beginnt mit einer altbewährten Fertigmischung, die es seit 1904 von der Firma Bombastus-Werke AG, Freital gibt - die sog. "Bombastus Arhama-Salbe". Teil I: Sie besteht aus nur 2 Bestandteilen:


1. Leinöl - Linum usitatissimum L. Familie: Linaceae. Pflanzenteil: Samen


2. Bienenwachs - Cera flava (echtes) (in der INCI steht Cera alba -gereinigt - da hier in der Deklaration keine Unterscheidung gemacht wird - muss Cera alba geschrieben werden).

Dünn aufgetragen, wirkt diese Salbe als Hautschutz, Hautpflege.

Dick aufgetragen (c
a. 2 - 3 mm) zeigt sie eine starke Zugwirkung.


Bei der Produktion der Arhama-Salbe wurde bereits vor über 100 Jahren eine spezielle Abfüllmaschine entwickelt - deren Bestandteile vollständig aus Holz sind.

Diese Abfüllmaschine kann heute noch im Informationszentrum der Bombastus Werke AG besichtigt werden.

Bei Patienten mit Pollenallergie, soll die Salbe nicht angewendet werden. Wenn Unsicherheit diesbezüglich besteht, prüfen wir die Salbe an einer kleinen Hautstelle.

Nun zur Praxis. Wenn wir die Arhama-Salbe dünn auftragen, stellen wir eine hautpflegende, -regenerierende, -reparierende Wirkung fest.

Z.B. bei Patienten mit trockener, rissiger, schuppiger Haut:
- Reinigung mit klarem Wasser, danach die Salbe hauchdünn einreiben/einmassieren. 1 - 2 x tgl. reicht i.d.R. aus, kann bei Bedarf auch öfters erfolgen.

Bitte beachten: da die Salbe gelblich färbt, auf weiße Kleidung achten.

Zur Narbenpflege, ab dem 1. Tag, nachdem die Klammern oder Fäden entfernt worden sind, 2 x tgl. (1-0-1) dünn einmassieren. Auch ältere Narben profitieren von dieser Pflege. Die Remodellierungsphase bei der Wundheilung wird immer noch zu wenig beachtet. Hier können wir sehr gute Ergebnisse erzielen. Die Narben werden weicher und ziehen sich nicht so stark zusammen.

In der Praxis sehen wir die Unterschiede, wenn wir verschiedene Patienten mit vergleichbaren Wunden sehen, die die Narbenpflege regelmäßig oder nicht durchgeführt haben. Die Unterschiede sind bemerkenswert.