Donnerstag, 12. August 2010

Pfefferminze gegen Spannungskopfschmerzen

Ein kleiner Artikel in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Phytotherapie erinnert mich daran, wie wichtig es ist, ein einfaches Mittel statt chemischer "Bomber" einzusetzen, wenn der moderne gestresste Mensch zu wiederholten Kopfschmerzen neigt. Da es sich bei dem Produkt Euminz um eine seit Mitte der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts gut studierte Zubereitung (10%-ige Mentha piperita in Ethanol/Weingeist) handelt, sollte jede(r) Pflegende wissen, dass die circa 5 Euro (in jeder deutschen Apotheke) gut investiert sind, denn es gibt kaum unerwünschte Nebenwirkungen bei diesem Präparat. Die Wirkweise ist zudem recht gut erforscht, so dass sich auch kritische Ärzte und/oder Pflegedienstleitungen überzeugen lassen können. Die Pressemeldung beschreibt sie kurz:

Bekannt ist dass Schmerzreize von den Nozizeptoren durch überwiegend langsam leitende C-Fasern ins Gehirn weitergeleitet und erst dort als Schmerz weitergeleitet werden. Nach dem Auftragen von Pfefferminzöl auf die Haut kommt es zu einer Sensibilisierung und Stimulation von Kälte- und Druckrezeptoren. Folge ist ein angenehm kühlender und entspannender Effekt sowie eine gleichzeitige Blockade der Schmerzfortleitung. Damit alle beteiligten Schmerzpunkte getroffen und beruhigt werden, empfehlen Experten, die Pfefferminzlösung großflächig auf Schulter, Nacken und Schläfen aufzutragen.
Ich könnte mir vorstellen, dass viele PatientInnen und/oder Einwohner von Pflegeinstitutionen freuen würden, wenn man ihnen so ein wirksames und preisgünstiges Produkt empfehlen kann.
Man kann einen ähnlichen Minzeroller übrigens auch selbst herstellen, ich habe das hier beschrieben (der Link zur Studie funktioniert leider nicht mehr, vielleicht weil der Anbieter des Produktes gewechselt hat). Ich habe meinen Minzeroller immer auf Reisen dabei, er hilft auch wunderbar auf übelkeitsverursachenden Bus- und Flugzeugreisen. Meine Kinder wissen auch um seine "Wunderwirkung" und brauchen trotz gelegentlicher Kopfschmerzen so gut wie niemals Schmerzmittel dagegen. Meiner Erfahrung nach kann man diese Mischung für ansonsten gesunde Kinder (kein Asthma, keine Epilepsie oder ähnliches) ab sieben oder acht Jahen (je nach Konstitution) verwenden und ihnen damit oft unnötige "Medikamenten-Geschütze " ersparen.

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