Mittwoch, 9. Februar 2011

Aromatelier





Teil II




Interdisziplinärer palliativmedizinischer Konsildienst
der Klinik am Eichert in Göppingen

Seit 2008 ist die Aromapflege Mitglied im Team der palliativmedizinischen Versorgung schwerstkranker Patienten. Das Ziel, dieses zusätzlichen Angebotes, ist es diesen Menschen Momente des Wohlbefindens und Entspannung zu ermöglichen. Dabei spielen Zuwendung und Zeit, neben der Anwendung von komplementären Maßnahmen, eine große Rolle.
Um ein Wohlbefinden zu erreichen bedarf es das Miteinbeziehen der zahlreichen und vielfältigen Symptome unter denen Palliativpatienten leiden. Hier begleiten, unterstützen und ergänzen komplementäre Maßnahmen, wie die der Aromapflege, auf nicht medikamentöse Weise, laufende Therapien.
Meine Kollegin und ich, die wir beide die Fachweiterbildung zur Aromapraktikerin absolviert haben, stehen den Palliativpatienten der Klinik am Eichert in Göppingen, an zwei vollen Tagen in der Woche, zur Verfügung. An den wöchentlichen Teamsitzungen nehmen wir teil, wir haben dort die Möglichkeit uns mit unserem Angebot am gesamt Therapiekonzept im Sinne der Patienten zu beteiligen.

Aromapflege ist ein Angebot!
So werden die Patienten bereits vom behandelnden Palliativmediziner oder der Palliativpflegekraft über das Angebot der komplementären Maßnahmen informiert. Liegt das Einverständnis vor besuchen wir, nach individuellen Zeitabsprachen, die Patienten auf ihren jeweiligen Stationen.
Seit Beginn unserer Arbeit begleiten wir im Schnitt pro Jahr zwischen 70 und 80 Patienten und Patientinnen, wobei der Alterdurchnitt im Jahr 2010 bei 49 Jahren lag und Symptome wie Atemnot, Schmerzen, Schlafschwierigkeiten, Übelkeit und Erbrechen, Unruhe/Ängste und Verdauungsprobleme vorherrschend waren. Unsere Maßnahmen waren Raumbeduftungen, Einreibungen, Wickel und Auflagen und es wurden eigens für diese Patienten individuelle Ölmischungen erstellt, orientiert an den Symptomen und der Nase der Patienten.
Gerne greifen wir auch auf unsere bereits eingeführten und bewährten Aromapflege - Produkte zurück wie z.B. Aconit Schmerzöl der Fa WALA, Obstipationsprophylaxeöl, Pneumonieprophylaxeöl und Moor/Lavendel Pflegeöl von Dr. Hauschka, welche in der allgemeinen pflegerischen Tätigkeiten der einzelnen Stationen ihren festen Platz haben.

Durch die hohe Akzeptanz der Geschäftsführung, der Pflegedirektion, vielen Mediziniern und den Pflegkräften gewinnen komplementäre Maßnahmen endlich wieder an Bedeutung, nicht zu vergessen, bedingt durch die vielfachen positiven Rückmeldungen unserer Patienten und deren Angehörigen.


Susanne Knöpfle-Joos
Krankenschwester, Aromapraktikerin AIDA

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